Konzertbericht: Räuber live in Hilgen

Bereits zum fünften mal stand der Freitag des Hilgener Schützenfestes nun schon unter dem Motto „Kölsche Tön om Schötzenfest“. Während die Jahre zuvor der Hilgener Schützenverein diesen Abend immer mit mehrere Bands gestaltete, ließ man dieses Jahr von dieser Art Festivalmanier ab und setzte mit der Kölner Traditionsband „Räuber“, die sich gerade auf Tournee befindet, auf ein komplettes Konzert.

Kurz vor dem offiziellen Einlass in das Festzelt, taten sich am Freitagabend jedoch die Himmelsschleusen über Hilgen auf und es begann immer wieder in starken Schauern zu regnen. Und auch das Donnergrollen eines aufziehenden Gewitters trug sicherlich ebenfalls dazu bei, dass sich der ein oder andere Schützenplatzbesucher, der sich nur mal eben ein Bierchen mit Freunden oder Bekannten dort trinken wollte, noch schnell eines der an der Abendkasse erhältlichen Tickets für den Konzertabend ergatterte, um sich in die trockene Sicherheit zu begeben. So füllte sich das Festzelt sehr rasch und alle warten gespannt auf den Auftritt der Räuber, der sich jedoch um eine Stunde verschob.

Während drinnen den Besucher die Wartezeit mit Kölscher Karnevalsmusik von der Platte verkürzt und in Stimmung gebracht wurden, rissen draußen die Regenschauern nicht ab. Immer wieder regnete es heftig, so dass immer mehr Menschen in das Festzelt strömten.

Um kurz nach 21 Uhr betraten die „Räuber“ dann endlich die Bühne des inzwischen proppevollen Festzeltes auf der Heide und die fünf Musiker legten auch direkt, ohne viel Umschweife, los und präsentierten eine bunte Liedmischung aus der Bandgeschichte.

Neben neuen Hits wie „Für die Iwigkeit“ und „Dat is Heimat“ dürften natürlich auch die alten Klassiker wie „Kölsche Junge bütze joot“, „Titicacasee“, „Die Rose“ und natürlichen „Denn wenn et Trömelche jeht“
nicht fehlen. Und der neue Räuber-Frontmann, Sven West, testete das Publikum immer wieder auf Textsicherheit, indem er sich, gerade bei Refrains, das Mikrofon von den Lippen nahm und den Gesang dem feiernd und tanzenden Menschen im Festzelt überließ.

Auch die geplante Konzertunterbrechung, in der das Tanzcorp „KG Urbacher Räuber e.V.“ die Besucher mit choreografischen Tanzeinlagen und Hebefiguren unterhielten und beeindruckte, tat der Konzertstimmung keinen Abbruch. Und so schallte bis kurz vor Mitternacht noch lautstark „Kölle Alaaf“ von der Heide durch die Nacht der umliegenden Ortschaften. Und auch später noch hörte man den ein oder anderen angetrunken und glücklich singenden Konzertbesucher auf dem Weg nach Hause durchs Dorf ziehen.